Schlechte Gewohnheiten kennen wir alle: Faulheit, Trägheit, ungesundes Essen, Unordnung im Kleiderschrank oder in der Wohnung, zu viel Geld für die falschen Dinge ausgeben, Mückenstiche immer aufkratzen, obwohl man weiß das es Narben geben könnte – ich könnte die Liste endlos weiterführen! Viele Menschen die ich kenne sind super genervt von ihren schlechten Gewohnheiten und wollen eigentlich nur eins: sie einfach loswerden und durch gute Gewohnheiten ersetzen. 

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Nach meiner großen Abnahme haben mich unwahrscheinlich viele Leute gefragt, wie ich das denn geschafft habe. Alle haben auf ein non-plus-ultra Rezept von mir gehofft, aber ich konnte es ihnen nicht geben. So eine Veränderung ist Arbeit, sehr viel Arbeit und man muss bereit sein, sich diese Arbeit „anzutun“. Nicht jeder Mensch kann das von heute auf morgen, für manche braucht dieser Wandel mehr Zeit als für andere. Aber im Kern sind zwei Dinge ganz besonders wichtig, wenn du etwas verändern möchtest, ganz unabhängig davon um was für eine Veränderung es sich handelt: 

  1. Schlechte Gewohnheiten erkennen und verdeutlichen
  2. Offen sein für Veränderungen, mit all ihren Konsequenzen

Bist du nicht bereit diese 2 Punkte „abzuarbeiten“, scheitert dein Plan direkt. 

Aber wie schaffe ich es denn schlechte Gewohnheiten abzulegen oder gar gegen gute zu ersetzen?

Was kostet mich diese Gewohnheit, wenn ich sie beibehalte?

Als erstes solltest du dich fragen, was dich diese Gewohnheit kostet, wenn du sie unverändert beibehältst. Jede schlechte Gewohnheit kostet dich etwas – nicht zwingend finanziell, aber einen Preis musst du immer zahlen. 

Nehmen wir z.B. die Trägheit: sie kostet dich körperliche Fitness, macht dich lethargisch, müde und eventuell sogar zum Einzelgänger, weil du kein Interesse daran hast, dich vom Sofa hoch ins Leben zu stürzen. 

Oder du gibst dein Geld jeden Monat für unsinniges Zeug aus, statt einfach mal 100 € monatlich zur Seite zu legen. Spätestens im Spätsommer, wenn alle deine Freunde in den Urlaub fahren und du mit 50 Fläschchen Nagellack von Chanel zu Hause bleiben musst, wird dir schmerzliche bewusst, dass du mindestens 45 davon gar nicht wirklich brauchst. 

Merkst du was? Deine Traurigkeit darüber, was dir durch diese schlechte Gewohnheit entgeht, ist größer als der „Schmerz“ der Veränderung. Die dafür benötigte Disziplin ist anstrengend, das gebe ich zu, aber im Verhältnis zu den „hätte, könnte, sollte“-Gedanken in deinem Kopf raubt sie dir keine Lebensenergie und Lebensfreude!

Step by Step

Wichtig: Verändere nicht zu viel auf einmal! Wir alle haben mehrere schlechte Gewohnheiten, aber du musst nicht alle in den nächsten 14 Tagen ablegen! Das frustriert nur, lässt dich Überforderung und Hilflosigkeit spüren und enttäuscht dich. Damit hat man die negativsten Emotionen im Leben hervorgerufen, die man zum Boykottieren einer solchen Veränderung benötigt. Also: step by step! Um dich richtig zu motivieren, kannst du zum Beispiel auch mit einer Gewohnheit beginnen, deren „Verlust“ für dich nicht ganz so anstrengend ist. Mit diesem Schwung kannst du dann die schwierigeren Varianten angreifen!

Verbesserung deiner Lebensqualität

Möchtest du aus einer negativen Gewohnheit eine positive machen, denke immer an deine Lebensqualität: wie verändert sich dein Leben, wenn du diese positive Gewohnheit beibehältst? Positive Gewohnheiten haben einen immensen Einfluss auf dein Leben! Sie können dich klarer machen, strukturierter, zufriedener – im Endeffekt einfach glücklicher! Aber du musst an ihnen festhalten und darfst nicht wieder in alte Muster zurück fallen. 

Ich weiß, bequeme alte Muster sind schön gemütlich und den Hintern hoch zu bekommen, um sie abzulegen ist so unglaublich schwer und anstrengend. Auch mir fällt es immer mal wieder schwer, denn obwohl mir die genannten Punkte bewusst sind, bin ich auch nur ein Mensch. Doch besinne ich mich darauf, wie kostbar diese Veränderung für mein Leben sein wird, fällt mir das Ablegen von schlechten Gewohnheiten viel leichter!

Welche schlechte Gewohnheit würdest du gerne aufgeben oder welche hast du vielleicht schon aufgegeben?

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